Routen
Lofoten im Winter mit dem Auto – Route Svolvær, Henningsvær, Leknes, Reine, Å
Berge, die direkt aus dem Meer steigen, Fischerdörfer im Dämmerlicht und Nordlichter über der Straße. So planst du die Lofoten im Winter mit dem Auto – realistisch und sicher.

Inhalt
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Kurz gesagt: Die Lofoten lassen sich im Winter gut mit dem Auto erkunden, wenn du mit Spikes, kurzen Tagen und wechselhaftem Wetter rechnest. Die Hauptachse ist die E10 von Svolvær bis Å – laut Reiseberichten rund 130 km, mindestens 2,5 Stunden reine Fahrzeit ohne Stopps. Plane kurze Etappen, fahre im Hellen, und halte für Nordlichter nie auf der Fahrbahn an. Stand: Oktober 2026.
- 1Bodø
Flughafen und Fährhafen auf dem Festland. Von hier per Flug nach Svolvær oder Leknes oder per Fähre nach Moskenes (laut Reiseberichten rund 3,5 Stunden).
- 2Svolvær (Helle)Flug ab Bodø
Hauptort der Lofoten mit Flughafen Helle, Mietwagen, Unterkünften und Restaurants. Guter Startpunkt.
- 3HenningsværAbzweig von der E10
Fischerdorf auf kleinen Inseln, über Brücken erreichbar. Im Dezember schönes Mittagslicht.
- 4LeknesE10 westwärts
Zweiter Flughafen und Einkaufsort in der Mitte der Inselkette – praktisch für Vorräte.
- 5ReineLeknes – Reine: ca. 60 km, ca. 1 h 10 min
Das bekannteste Fotomotiv der Lofoten mit roten Rorbuer vor steilen Bergen.
- 6ÅEnde der E10
Das Dorf am Ende der Straße. Svolvær – Å: laut Reiseberichten rund 130 km und mindestens 2,5 Stunden reine Fahrzeit.
Anreise
- Flug nach Svolvær (Helle) oder Leknes – meist mit Umstieg in Oslo und/oder Bodø. Kleine Maschinen, im Winter wetterabhängig.
- Flug nach Evenes (Harstad/Narvik) und dann mit dem Mietwagen: laut Reiseberichten rund 160 km und etwa 2,5 Stunden bis Svolvær. Die Festlandverbindung E10 (Lofast) macht die Anfahrt ohne Fähre möglich.
- Fähre Bodø – Moskenes: Ankunft im Süden der Inselkette, Überfahrt laut Reiseberichten etwa 3,5 Stunden. Im Winter kann Seegang den Fahrplan beeinflussen.
Die Route im Detail
Unsere Karte oben zeigt die klassische Achse entlang der E10. Ein Vorschlag für vier bis sechs Tage:
- Svolvær als Basis (1–2 Nächte): Ankommen, Einkaufen, erster Nordlicht-Abend in der Umgebung.
- Henningsvær als Halbtagesausflug – im Dezember am besten um die Mittagszeit, wenn das Dämmerlicht am hellsten ist. Alles zum berühmten Fußballplatz: Henningsvær – der Fußballplatz am Ende der Welt (Lofoten).
- Weiter nach Westen über Leknes, mit Stopps an Stränden und Aussichtspunkten (nur an sicheren Parkplätzen).
- Reine und Å (1–2 Nächte): ruhige, dunkle Umgebung – ideal für Nordlichter direkt vor der Unterkunft.
Leknes – Reine sind laut Reiseberichten rund 60 km bzw. 1 Stunde 10 Minuten reine Fahrzeit; mit Fotostopps eher zwei Stunden. Im Winter sind die Geschwindigkeiten oft niedriger.
Tagesplan für 6 Nächte im Dezember
| Tag | Etappe | Mittagslicht nutzen für | Abend |
|---|---|---|---|
| 1 | Ankunft Svolvær, Mietwagen übernehmen | Einkaufen, kurzer Spaziergang am Hafen | Nordlicht-Check in der Umgebung |
| 2 | Svolvær – Henningsvær – Svolvær (ca. 25 km je Richtung) | Fischerdorf, Brücken, Fotos im Dämmerlicht | Zweite Nacht Svolvær |
| 3 | Svolvær – Gimsøy – Leknes | Strände und Kirche auf Gimsøy, Einkauf in Leknes | Unterkunft im Westen, dunkle Umgebung |
| 4 | Leknes – Haukland/Uttakleiv – Flakstad | Strände an der Nordseite (nur sichere Parkplätze) | Nordlicht an der Küste mit Blick nach Norden |
| 5 | Flakstad – Hamnøy – Reine – Å | Klassische Fotomotive, Ende der E10 | Rorbu in Reine oder Å |
| 6 | Puffertag in Reine/Å | Je nach Wetter kurze Wege oder Ruhetag | Letzte Nordlicht-Chance |
| 7 | Rückfahrt nach Leknes oder Fähre ab Moskenes | Fahrt im Hellen | Abreise |
Im Februar und März sind die Tage deutlich länger – dann passen zwei Programmpunkte pro Tag.
Unterkunft: Rorbu, Hütte oder Hotel?
- Rorbu: Traditionelle, meist rote Fischerhütten auf Stelzen am Wasser, heute als Ferienunterkünfte vermietet. Atmosphärisch, oft mit Küche – ideal für zwei bis drei Nächte.
- Hotel in Svolvær oder Leknes: Kurze Wege, Restaurant, gut für die erste Nacht nach langer Anreise.
- Ferienhaus abseits der Orte: Dunkel, ruhig, Nordlicht direkt vor der Tür – setzt aber ein Auto voraus.
Wichtig: Viele Unterkünfte im Westen haben im Winter eingeschränkte Rezeptionszeiten. Kläre Schlüsselübergabe und Ankunftszeit vorab.
Winterregeln in Norwegen
- Reifen: Winterreifen sind für Pkw nicht generell vorgeschrieben, aber bei Schnee und Eis muss das Fahrzeug ausreichend ausgerüstet sein. Spikereifen sind in Nordland, Troms und Finnmark laut TCS bereits ab Mitte Oktober erlaubt. Mietwagen im Norden haben im Winter in der Regel passende Reifen – bei der Buchung nachfragen.
- Licht: Abblendlicht bzw. Tagfahrlicht ist rund um die Uhr Pflicht.
- Promillegrenze: 0,2 ‰.
- Maut: Viele Straßen und Tunnel in Norwegen sind mautpflichtig und werden über das System AutoPASS abgerechnet; bei Mietwagen läuft das meist über die Vermietung.
- Straßenzustand: Aktuelle Sperren und Kolonnenfahrten zeigt die norwegische Straßenverwaltung auf vegvesen.no; telefonisch unter 175.
Nordlichter unterwegs
Auf den Lofoten liegt fast jede Unterkunft dunkel genug für Polarlichter. Das größte Risiko sind Fahrer:innen, die bei Polarlichtern plötzlich bremsen oder auf der Straße stehen bleiben. Fahr bei Aktivität auf einen sicheren Parkplatz, schalte das Licht aus, und lass die Warnweste griffbereit. Für die Fotografie: Nordlichter fotografieren mit Handy und Kamera – Einstellungen, die funktionieren.
Gute Nordlicht-Orte (mit sicheren Parkmöglichkeiten)
- Strände an der Nordseite wie Haukland, Uttakleiv oder Skagsanden – freie Sicht nach Norden, Berge als Kulisse
- Gimsøy – flach, weiter Himmel, wenig Licht
- Rund um Reine und Hamnøy – spektakuläre Spiegelungen, aber oft voll mit Fotograf:innen
- Direkt an der Unterkunft – auf den Lofoten oft der beste und sicherste Ort
Prüfe Parkverbote und Privatgrund, und parke nie in Ausweichbuchten der E10. Wie du die Nacht planst: Polarlichter-Vorhersage verstehen – Kp-Index, Bz und Wolken richtig lesen.
Typische Fehler
- Zu viele Kilometer pro Tag: Mit Fotostopps braucht man für Strecken oft doppelt so lange wie laut Navi.
- Nachts auf der E10 halten: Die Straße ist schmal, Ausweichbuchten sind für den Gegenverkehr da.
- Nicht tanken: Im Westen gibt es nur wenige Tankstellen – in Leknes volltanken.
- Fähre ohne Plan B: Bei Seegang fallen Abfahrten zwischen Bodø und Moskenes aus. Die Straße über Lofast ist die Alternative.
- Wetter-App nur für einen Ort: Die Lofoten sind lang – auf der anderen Seite der Insel kann es klar sein.
Checkliste für den Roadtrip
- Straßenzustand und Wetter jeden Morgen prüfen (vegvesen.no, yr.no)
- Tank mindestens halb voll, Eiskratzer und Schneebesen im Auto
- Warnweste, Stirnlampe, warme Decke, Snacks und Wasser
- Unterkünfte über Ankunftszeit informieren
- Offline-Karten auf dem Handy
- Packliste für die Kälte: Packliste für −30 °C und die Polarnacht – auch mit Kindern
Häufige Fragen
AnreiseSind die Lofoten im Winter mit dem Auto befahrbar?
Ja, die E10 wird im Winter geräumt. Bei Sturm, starkem Schneefall oder Lawinengefahr kann es zu Sperren oder Kolonnenfahrten kommen. Fahre im Hellen und prüfe den Straßenzustand vor jeder Etappe.
TippBraucht man auf den Lofoten Allrad?
Nicht zwingend. Wichtiger sind gute Winterreifen (häufig mit Spikes), vorsichtiges Fahren und Wetter-Flexibilität. Allrad hilft beim Anfahren auf verschneiten Parkplätzen.
Zeit & PlanungWie viele Tage braucht man für die Lofoten im Winter?
Wir empfehlen mindestens vier bis fünf Tage, damit genug Puffer für Wetter und Nordlicht-Nächte bleibt. Durch die kurzen Tage im Dezember schafft man pro Tag weniger als im Frühling.
Zeit & PlanungWann ist es auf den Lofoten am dunkelsten?
Etwa vom 7. Dezember bis 5. Jänner steigt die Sonne nicht über den Horizont. Mittags gibt es trotzdem mehrere Stunden Dämmerlicht. Mehr: Polarnacht und Tageslicht – wie dunkel ist es im Norden wirklich?.








